{"id":248,"date":"2017-04-06T11:20:16","date_gmt":"2017-04-06T09:20:16","guid":{"rendered":"http:\/\/alfredreiter.tk\/?p=248"},"modified":"2017-04-06T11:20:16","modified_gmt":"2017-04-06T09:20:16","slug":"die-radon-transformation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alfredreiter.com\/?p=248","title":{"rendered":"Die Radon-Transformation"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-247\" src=\"http:\/\/alfredreiter.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Radon-230x300.jpg\" alt=\"\" width=\"230\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>Wie sieht das Innere eines Gehirns aus oder wie verl\u00e4uft die Maserung eines Baums? 1917, also vor 100 Jahren, publizierte <strong>der \u00f6sterreichische Mathematiker Johann Radon eine Formel, mit der das verborgene Innere sichtbar wird: Die Radon-Transformation.<\/strong><\/p>\n<p>Dazu sagt Otmar Scherzer von der \u00d6sterreichischen Akademie der Wissenschaften: Der Titel von Radons Abhandlung war denkbar unspektakul\u00e4r: \u201e\u00dcber die Bestimmung von Funktionen durch ihre Integralwerte l\u00e4ngs gewisser Mannigfaltigkeiten\u201c nannte der \u00f6sterreichische Mathematiker einen Aufsatz, den er 1917 an der K\u00f6niglich-S\u00e4chsischen Gesellschaft der Wissenschaften zu Leipzig ver\u00f6ffentlichte. Umso spektakul\u00e4rer erweist sich hundert Jahre sp\u00e4ter die darin ausgearbeitete \u201eRadon-Transformation\u201c. Die Radon Transformation erwies sich im Laufe der Zeit als ein fundamentales Werkzeug mit Anwendungen in ganz verschiedenen Sachgebieten. Denn heute spielt die mathematische Formel eine wichtige Rolle in zahlreichen Anwendungsgebieten: von der medizinischen Diagnostik mit bildgebenden Verfahren (Computertomographie, Magnetresonanztomograpie) bis zu Astrophysik und Materialpr\u00fcfung.<\/p>\n<p>Johann Radon hat sich damals mit der konvexen Analysis besch\u00e4ftigt. Dabei hat er versucht herauszufinden,<strong> aus wie vielen Richtungen man auf ein einfaches Objekt schauen muss, um es eindeutig darstellen und rekonstruieren zu k\u00f6nnen.<\/strong> Er betrachtete diese Arbeit als eine intellektuelle mathematische Spielerei und hatte keine Ahnung, welche praktische Bedeutung seine Arbeit einst annahmen sollte.<\/p>\n<div class=\"body-summary\">\n<blockquote><p><strong>\u201eOft liegen die Dinge so, dass mathematische Theorien in abstrakter Form vorliegen, vielleicht als unfruchtbare Spielerei betrachtet, die sich pl\u00f6tzlich als wertvolle Werkzeuge f\u00fcr physikalische Erkenntnisse entpuppen und so ihre latente Kraft in ungeahnter Weise offenbaren.\u201c<\/strong><br \/>\n<strong><sub><a href=\"http:\/\/geschichte.univie.ac.at\/de\/personen\/johannes-radon-prof-dr\">Johann Radon<\/a> in seiner Rektoratsrede<\/sub><\/strong><\/p><\/blockquote>\n<p>Zur Erl\u00e4uterung der \u00dcberlegungen von Johann Radon: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=9vbCQuweYJI\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=9vbCQuweYJI<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie sieht das Innere eines Gehirns aus oder wie verl\u00e4uft die Maserung eines Baums? 1917, also vor 100 Jahren, publizierte der \u00f6sterreichische Mathematiker Johann Radon eine Formel, mit der das verborgene Innere sichtbar wird: Die Radon-Transformation. 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