{"id":549,"date":"2021-12-01T14:29:26","date_gmt":"2021-12-01T13:29:26","guid":{"rendered":"https:\/\/alfredreiter.com\/?p=549"},"modified":"2021-12-01T14:29:26","modified_gmt":"2021-12-01T13:29:26","slug":"das-genie-kurt-goedel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alfredreiter.com\/?p=549","title":{"rendered":"Das Genie Kurt G\u00f6del"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-550\" src=\"https:\/\/alfredreiter.com\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/unnamed-3.jpg\" alt=\"\" width=\"142\" height=\"85\" \/>Kurt G\u00f6del &#8211; geboren 1906 in Br\u00fcnn in der Habsburger Monarchie &#8211; war ein <strong>\u00f6sterreichischer Mathematiker<\/strong> der im Zuge seines Studiums an der Wiener Universit\u00e4t Anschlu\u00df an den von Moritz Schlick gegr\u00fcndeten <strong>Wiener Kreis<\/strong> fand, der sich der<strong> Verwissenschaftlichung der Philosophie durch den Einsatz mahematischer Methoden<\/strong> der Logik verschrieb. Die Studien G\u00f6dels folgten zun\u00e4chst den Arbeiten von<strong> David Hilbert<\/strong>, der daran arbeitete, die <strong>Widerspruchsfreiheit der Mathematik<\/strong> darzustellen, was auch bald breite Anerkennung fand.<\/p>\n<p>G\u00f6del wurde<strong> Dozent f\u00fcr Mathematik an der Universit\u00e4t Wien.<\/strong> Obwohl nicht Jude, war er in Wien immer Wieder Anp\u00f6belungen von Menschen ausgesetzt, die ihn als Vertreter einer Wissenschaft, die als &#8222;verjudet&#8220; galt, ansahen. Nach dem <strong>&#8222;Anschlu\u00df&#8220; \u00d6sterreichs 1938<\/strong> an das Deutsche Reich verlor G\u00f6del seine universit\u00e4re Stellung. Er heiratete im selben Jahr Adele Porkert und beschlo\u00df,<strong> \u00d6sterreich<\/strong> &#8211; inzwischen zur Ostmark geworden &#8211; zu<strong> verlassen.<\/strong>\u00a0 Mit der Transsibirischen Eisenbahn erreichte er durch die Sowjetunion fahrend schlie\u00dflich Japan und von dort aus die<strong> USA<\/strong>. Da er schon einen in Fachkreisen bekannten Namen hatte, gelang ist ihm, sich an der angesehenen<strong> Universit\u00e4t Princeton in New Jersey<\/strong> anzusiedeln, an der auch schon der um 25 Jahre \u00e4ltere<strong> Albert Einstein lehrte.<\/strong><\/p>\n<p>G\u00f6del fiel schon fr\u00fch durch mehrere Arbeiten zu verschiedenen Aspekten der Mathematik, insbesondere zur Logik, in Fachkreisen auf. Seine wissenschaftliche<strong> Sternstunde<\/strong> ergab sich aus seinem Gedanken, <strong>mit den Methoden<\/strong> seines Faches <strong>der Mathematik die Widerspruchsfreiheit dieser Wissenschaft zu untersuchen.<\/strong> Aus diesem Gedanken entstand sobald ein Theorem, dass unter dem Titel<strong> &#8222;der G\u00f6del&#8217;sche Unvollst\u00e4ndigkeitssatz&#8220;<\/strong> in die Geschichte seines Faches eingehen sollte. Mit seiner Arbeit zeigte G\u00f6del mit mathematischen Methoden, dass der<strong> Einsatz eines Axiomensystems die Widerspruchsfreiheit der Mathematik nicht zu beweisen imstande ist.<\/strong> Er zeigte, dass es in der Mathematik immer wieder<strong> Aussagen gibt, die mit den Methoden der Mathematik weder bewiesen noch widerlegt werden k\u00f6nnen. <\/strong>Vom Zeitpunkt der Ver\u00f6ffentlichung dieser Arbeit weg galt G\u00f6del in der Fachwelt als unumschr\u00e4nktes Genie. Der Inhalt seiner Aufsehen erregenden Arbeit wurde sehr rasch in ihrem gesamten Umfang von der Fachwelt anerkannt. <strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>G\u00f6del fand in Princeton eine Anstellung am<strong> Institute for Advanced Studies,<\/strong> wo er auch sein gesamtes weiteres Leben verbringen sollte. Von 1947 an war er amerikanischer Staatsb\u00fcrger.<\/p>\n<p>Es entstand dort auch eine<strong> Freundschaft mit Albert Einstein,<\/strong> mit dem er eine intensive viele Jahre anhaltende Diskussion \u00fcber physikalisch-mathematische Fragen und Probleme kultivierte, in der sich beide &#8211; oft in gemeinsamen Sparzierg\u00e4ngen auf dem gr\u00fcnen Campus in Princeton &#8211;\u00a0 gegenseitig befruchteten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-552\" src=\"https:\/\/alfredreiter.com\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/unnamed-4.jpg\" alt=\"\" width=\"153\" height=\"85\" \/>Kurt G\u00f6del starb 1977 in Princeton.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kurt G\u00f6del &#8211; geboren 1906 in Br\u00fcnn in der Habsburger Monarchie &#8211; war ein \u00f6sterreichischer Mathematiker der im Zuge seines Studiums an der Wiener Universit\u00e4t Anschlu\u00df an den von Moritz Schlick gegr\u00fcndeten Wiener Kreis fand, der sich der Verwissenschaftlichung der Philosophie durch den Einsatz mahematischer Methoden der Logik verschrieb. 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